Unkraut Giersch: Eine proteinreiche Köstlichkeit?
- Jenny

- 20. Feb.
- 2 Min. Lesezeit
Wildpflanzen haben den Menschen seit jeher Nahrung gegeben. Sie halfen in Hungersnöten und sind ein Geschenk, das kostenlos zur Verfügung steht. Giersch wird oft als Alptraum der Gärtner/innen betrachtet – ein sogenanntes Unkraut, das mit "Nutzpflanzen" konkurriert und vermeintlich keine Vorteile bietet. Doch diesem hartherzigen Ruf ist Unrecht getan.
Der Giersch und seine Eigenschaften
Giersch ist hartnäckig und wächst grossflächig mit einem stark wuchernden Wurzelstock. Statt ihn mühsam auszureissen oder mit Unkrautvernichtern zu bekämpfen, sollten wir ihn als Nahrungsquelle nutzen. Im Volksmund ist er auch als Gichtkraut bekannt. Giersch enthält zahlreiche Mineralstoffe sowie die Vitamine A und C, die für unsere Gesundheit förderlich sind. Darüber hinaus bietet er sekundäre Pflanzenstoffe, die entzündungshemmend wirken und bei Gicht und Rheuma angewendet werden.
Das Aroma von Giersch ist angenehm und erinnert an eine Mischung aus Rüebli und Petersilie. Die Blüten haben ein intensiveres Aroma, das ebenfalls köstlich schmeckt. Die zarten jungen Blätter sind hervorragend für Salate geeignet. Man kann sie auch wie Spinat verwenden oder kurz in der Pfanne dämpfen, um sie als Auflage für Flammkuchen oder in eine Quiche zu integrieren. Eine Kombination mit Brennnesseln ist ebenfalls empfehlenswert.
Giersch kann auch getrocknet und pulverisiert werden, sodass er uns im Winter treu bleibt. Je älter die Blätter, desto besser eignen sie sich zum Trocknen, da ihr Geschmack intensiver wird, allerdings werden sie auch zäh. Die jungen Blattspitzen sind ebenfalls geniessbar. Die Blüten können roh oder ausgebacken verzehrt werden, zum Beispiel in einem Teig.
Vorsicht beim Sammeln
Wichtig zu wissen: Giersch gehört zur Familie der Doldenblütler, in der es auch giftige Pflanzen gibt. Daher sollten beim Sammeln die Merkmale der Pflanze genau beachtet und die allgemeinen Regeln des Wildkräutersammelns befolgt werden. So steht dem Genuss nichts im Wege!
Rezept für Flammkuchen mit Giersch
Zutaten:
Ein Flammkuchenteig (wer möchte, kann diesen natürlich selbst machen)
Junge Blätter vom Giersch und Brennnessel
Creme fraîche oder eine ähnliche Alternative
Etwas Öl
Zwiebel
Salz, Pfeffer, Muskat, Gemüsebouillon
Optional: gewürfelter Räuchertofu
Käse oder Hefeschmelz
Zubereitung:
Giersch und Brennnessel sammeln😊
Kräuter verlesen und waschen.
Trocken schleudern und grob zerkleinern.
In einer Pfanne Öl erhitzen und die gehackte Zwiebel dazugeben.
Glasig dünsten, dann die Kräuter kurz dazugeben.
Mit Salz, Pfeffer, Muskat und eventuell etwas Gemüsebouillon abschmecken.
Die Crème fraîche oder das Produkt deiner Wahl gleichmässig auf dem Flammkuchenteig verteilen.
Die Kräuter darauf verteilen. Optional kann der gewürfelte Räuchertofu in der Pfanne angebraten und ebenfalls auf dem Flammkuchen verteilt werden.
Den Käse oder Hefeschmelz zum Schluss darauf streuen.
Im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad 12-18 Minuten backen.
Geniesse deinen köstlichen Flammkuchen mit Giersch und Brennnesseln! Lass dich von der Vielfalt der Wildpflanzen inspirieren und entdecke die vielen Möglichkeiten, die die Natur uns bietet.











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